Mein allererster Blogeintrag

Wie der Titel schon sagt, bin ich ein absoluter Neuling im Schreiben von Blogs. Ich habe mich auch lange Zeit eher dagegen gesträubt, bis meine beste Freundin mir einen kleinen Schubs gegeben hat.
Mein Blog-Thema ist leider eher ein unschönes. Es macht betroffen und traurig. Genau deshalb möchte ich darüber schreiben.Und zwar werde ich nach und nach darüber berichten, was ich erlebt habe, als ich meine Mutter, Heike, bis zum 19. November 2015 pflegte.
Sie starb an diesem Tag an ihrer Krebserkrankung, die bereits 2010 diagnostiziert wurde.

Ich werde sehr detailliert davon erzählen, eventuell schreckt es auch den ein oder anderen ab. Wieder andere könnten darin aber auch Trost finden, weil sie selbst diese Erfahrungen machen, oder gemacht haben. Ich selbst habe, wenn ich verzweifelt bin, im Internet Hilfe gesucht. Mir haben die Erfahrungen anderer sehr geholfen, da ich wusste, ich war nicht allein mit der Situation.

Wenn jemand neugierig ist, oder Fragen hat, darf er sie mir gerne stellen und ich werde selbstverständlich auch antworten.

18.12.15 22:10

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


OvO / Website (18.12.15 21:27)
Hm... wie hat dich ihr Tod getroffen? Direkt und schmerzerfüllt wie ein Pfeil ins Herz? Oder eher langsam und apathisch entleerend wie ein Nervengift? Tut es überhaupt noch weh, wenn man sich das scheinbar Unvermeidliche erfüllt?

Meine Mutter starb auch vor einigen Jahren. Jedoch hat mir ihr Tod nie wehgetan. Er hat mir sogar einige Last abgenommen. Denn ihr körperlicher und geistiger Zustand war schrecklich genug. Ich wollte ihr das immer ersparen. Wehtun tut es allerdings in manchen Momenten, in denen ich mir wünsche, mit ihr sprechen zu können. Und dann immer wieder unerwartet feststellen muss, dass sie nicht mehr erreichbar ist.

Der 19.November ist noch nicht lange her. Es überrascht mich, dass du so früh darüber so offen schreiben kannst. Scheint so, als hättest du noch rechtzeitig Abschied nehmen können...


Rike (18.12.15 22:41)
Hallo

Ja, es ging zum Schluss überraschend schnell, wir hatten sogar noch darüber geredet, wie wir zusammen Weihnachten verbringen wollten. Aber letztendlich konnten sich noch fast alle von ihr verabschieden. Es hat mich selbst überrascht, wie "gut" ich damit umgehen kann. Ich denke es kommt daher, dass wir uns schon lange mit dem Thema befassen mussten.
Mir geht es genauso wie dir; ich fühlte mich letztendlich auch erleichtert, weil ich wusste, dass sie nun nicht mehr leiden muss.
Sie war zwar bis einen Tag vor ihrem Tod noch fast die Alte, hat Scherze gemacht, mit uns geredet, aber sie hatte Angst. Dann fiel sie für die letzte Nacht in ein Wachkoma und ihr Körper schaltete innerhalb weniger Stunden ab. Ich war nur froh, dass sie nicht lange in diesem Zustand war.
Sie wird mir auch sehr fehlen. Allein der Gedanke, dass sie sich immer auf Enkelkinder gefreut hatte und das nun nicht mehr erleben wird.
Der Schmerz war sehr direkt und stark und es tut in Momenten wie diesen jetzt, in denen ich mich so öffne auch immer noch sehr weh.

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